Was Christen Glauben

Grundsätze des christlichen Glaubens

Umkehr

Der „Pakt“ der Liebenden

Wenn man sich verliebt, ändert sich alles! Ein anderer Mensch rückt in mein Leben, der mir den Atem und die Gedanken raubt. Ich kann meine Augen und Ohren nicht von ihm lassen, Nachrichten von ihm sind wie süße Pralinen, seine Blicke elektrisieren mich. Ich offenbare ihm meine verborgensten Wünsche, meinen Schmerz und meine Hoffnungen. Es ist, als schaue er durch mich hindurch mitten in mein Herz. Ich spüre: Für diesen Menschen bedeute ich etwas!

Plötzlich möchte ich ihm nahe sein, Zeit mit ihm verbringen und ihn kennenlernen. Ich investiere Zeit, Aufmerksamkeit, rede viel mit ihm. Ich erzähle von mir und höre ihm zu, sein Leben bewegt mich.

Irgendwann offenbaren wir uns unsere Zuneigung und Liebe. Wir schließen einen „Pakt“ füreinander und stellen uns gemeinsam vor Familie und Freunde. Und auch sie wissen dann: Jetzt hat sich etwas im Leben dieser beiden geändert. Sie bekennen sich zueinander!

„Folge mir nach!“

Petrus, ein Fischer vom See Genezareth, erlebte Ähnliches, als er eines Morgens nach einem enttäuschenden Fischzug ans Ufer paddelte. Jesus stand plötzlich da und sagte: „Fahr hinaus und wirf die Netze noch einmal aus!“ Er war etwas irritiert, tat es dann aber doch und machte daraufhin den größten Fang seines Lebens! Er merkte: „Dieser Jesus hat etwas zu sagen, und offenbar bedeute ich ihm etwas.“ – Die Bibel schreibt: „Da zog er das Boot an Land, ließ alles zurück und ging mit Jesus.“ [Lukas 5, 1]

Petrus folgte Jesus und zog mit ihm durch das ganze Land. Er erlebte seine Autorität, seine Vollmacht, staunte über seine Wunder und kam ihm ganz nah. Aber dann kam sein schrecklicher Tod am Kreuz. Alles schien verloren und vorbei. Petrus war zutiefst verunsichert und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Schließlich ging er mit seinen Brüdern zurück an den See Genezareth, um seinem alten Beruf als Fischer wieder nachzugehen.

In der ersten Nacht warfen sie wieder ihre Netze aus – und fingen nichts. Zurück am Ufer stand ein Mann, den sie zunächst nicht erkannten. Er schickte sie nochmals auf den See, und als sie mit übervollen Netzen heimkamen, dämmerte ihnen, dass es der auferstandene Jesus war, der sie am Ufer angesprochen und zu einem weiteren Fischzug ermuntert hatte.

Petrus stürmte auf ihn zu und konnte es gar nicht abwarten, mit ihm zu reden. Nach einem gemeinsamen Begrüßungsfrühstück fragte Jesus ihn dreimal: „Petrus, liebst Du mich?“ – Petrus antwortete: „Du weißt, dass ich dich lieb habe!“ Da sagte Jesus: „Weide meine Schafe!“ [Joh 21, 1ff] – Dies war der Auftrag, Menschen die gute Nachricht der Vergebung zu bringen.

Petrus‘ Leben war danach nicht mehr wie vorher. Er hängte seinen Job endgültig an den Nagel und lebte seine Mission, die Jesus ihm schon bei seiner ersten Begegnung zugesagt hatte: „Hab keine Angst! Von jetzt an wirst du Menschen fischen.“ [Lukas 5, 12]

Von da an lebte Petrus in einer tiefen und innigen Beziehung mit Jesus Christus – auch nachdem Jesus endgültig zu seinem Vater im Himmel zurückgekehrt war. Er lebte diese Beziehung im Gebet, in der Gemeinschaft mit anderen Christen und im Reflektieren seiner Erfahrungen und Erlebnisse mit Jesus.

„Ja, Ich will!“ – und dann?

Vielleicht bedeutet Dir das Leben Jesu und seine Botschaft etwas. Vielleicht hast Du seine Liebe und Zuneigung gespürt und verstanden, wie sein stellvertretender Tod am Kreuz Deine persönliche Schuld zum Ausgleich gebracht hat. Vielleicht sehnst Du Dich danach, diese Vergebung in Anspruch zu nehmen und endlich frei zu werden von dem ständigen Zwang, ein „guter Mensch“ zu sein. Vielleicht möchtest Du stattdessen eine Beziehung mit diesem lebendigen, lebensechten und liebenden Jesus beginnen und aus ihr heraus eine neue Sicht auf das Leben entwickeln. Vielleicht möchtest Du das ewige Leben in seiner Gegenwart erlangen.

Wenn Du das alles willst, dann kannst Du Jesus Christus Dein Leben anvertrauen, indem Du die gleichen Schritte gehst, die Petrus und viele Menschen nach ihm bereits gegangen sind:

  1. Du nimmst Jesus als Deinen persönlichen Retter an, durch dessen Tod Du ewiges Leben erlangst
  2. Du bekennst Deine Schuld und empfängst Vergebung
  3. Du kehrst um zu einem neuen Leben in der Beziehung mit Jesus
  4. Du vertraust ihm die Führung Deines Lebens an und folgst ihm nach
  5. Du trittst ein in die Gemeinschaft mit anderen Christen, um mit ihnen gemeinsam die Beziehung zu Jesus zu entwickeln und an persönlicher und innerer Reife zu gewinnen

Genau wie ein Eheversprechen oder einen „Petrus-Pakt“ kannst Du diese Schritte allerdings nicht für Dich allein im stillen Kämmerlein gehen. Nimm Kontakt zu einem Christen (oder einer Christin) auf, der Jesus bereits auf diese Weise erlebt hat und ihm nachfolgt. Sprich mit ihm über diese Schritte, die Du gehen möchtest.

Er wird Dich ermutigen, diese fünf „Bekenntnisse“ mit ihm gemeinsam im Gebet vor Jesus auszusprechen, die Schuld, die Dich belastet, vor ihm zu benennen und um Vergebung zu bitten. Er wird Dir in Jesu Namen Vergebung, Erlösung und ewiges Leben zusprechen. Er kann das, weil alle lebendigen Christen von Gott bevollmächtigt sind, solche Dinge in seinem Namen zu besiegeln. Was sie aussprechen, das gilt in der unsichtbaren Welt!

Wenn Du diese Schritte gegangen bist, bist Du ein „wiedergeborener“ Christ, das heißt ein Mensch, der sein altes Wesen abgelegt, beerdigt hat und mit einem neuen Wesen „in Christus“ wiedergeboren ist. Paulus, einer der wichtigsten Apostel, nennt das „in Christus neu erfunden“ zu sein. [Philipper 3, 8ff]

Christen bekunden ihren Glauben auch vor anderen Menschen dadurch, dass sie sich taufen lassen. Sogar Jesus ließ sich taufen [Luk 3, 21ff], und nach ihm alle, die sich zu ihm bekannten. Die Bibel berichtet von einem Äthiopier, der während einer Reise mit einem der Apostel von Jesus erfuhr, daraufhin sofort an einer Wasserstelle anhielt und sich taufen ließ. [Apostelgeschichte 8, 26]. „Er war von Freude erfüllt und setzte seine Reise fort!“

Auch Du kannst Dich taufen lassen. Durch Dein persönliches Bekenntnis zu Jesus Christus bekräftigst Du damit vor Gott und der Gemeinde Deinen Entschluss. Gleichzeitig stellst Du Dich unter den Segen Gottes und in die Gemeinschaft mit anderen Christen. Das wird Dein Leben verändern!

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